Schwarzenberg retreats

Kontemplationshütte
Schwarzenberg/A, 2007

raumhochrosen – Heike Schlauch und Robert Fabach
es ist mir tiefes bedürfnis mich in eine dieser waldhütten zurückzuziehen. worauf ich mich dort einlasse und was ich dort mache, liegt noch im dunkeln. und dennoch weiß ich, daß dieses verweilen, zuwarten, und nichts-tun im unerwarteten moment eine ungeheure inspirationskraft birgt.
mit kleinstgepäck hier angekommen suche ich nach allen möglichkeiten, die dieser unterschlupf bietet. sodann begebe ich mich in eine mir sympatische sitzhaltung und suche den kontakt mit der landschaft, die sich nur in himmel, wiese und bäumen zeigt. weiter vorgelehnt sehe ich noch ein zweites häuschen, das scheinbar unbewohnt ist. dann beginnt der gedankenwettlauf und die rastlosigkeit holt mich nochmals ein. müdigkeit macht sich breit und ich suche die schlafstelle auf. hier entspannt sich nun zuerst mein körper. eine stimme drängt mich wieder in sitzposition und dieses nur verweilen fällt mir schwer. viele sinnfragen und zweifel überstürzen sich. nach dämmerungseinbruch kommen auch meine gedanken zur ruhe. erstmals kann ich mein umfeld riechen , das holz der hütte, das gras und auch den naheliegenden wald. die struktur des holzes an wand und decke zeigt mir allerlei linien und wege. vor meinen augen dann der lebende baum, der die selben fragen stellt. ich lasse mich ein auf das fragen- und antwortspiel mit der natur.